Tour of Oman

16.02.2015

Patrick Konrad
Morgen beginnt die Tour of Oman, das Radrennen ist Teil der UCI Asia Tour (Kat. 2.1) und umfasst insgesamt 6 Etappen. Generell sind in den Ölländern, ähnlich wie zum Beispiel bei der Katar-Rundfahrt, flache Etappen mit starkem Wind charakteristisch. Dennoch ist diese Rundfahrt mit einigen Bergetappen nicht zu unterschätzen.

Ein Scharfrichter ist der auf über 2000 m hochgelegene „Djebel Akdar“ als Zielankunft der vierten Etappe. Aufgrund des fast mediterranen Klimas im Sommer wird der Berg auch als „Green Mountain“ bezeichnet, sogar ein Teil der omanischen Flagge mit ihrem grünen Streifen gilt dem Pflanzenreichtum in der ansonsten so kargen Wüstengegend. Im letzten Jahr gewann übrigens Tour de France-Sieger Chris Froome diese Etappe und verteidigte zugleich seinen Gesamtsieg bei der Rundfahrt.

Aber was hat sich eigentlich seid der Mallorca Challenge vor mehr als zwei Wochen bei mir so getan?

Bekanntlich waren für uns diese Rennen der Abschluss eines harten Trainingslagers, deshalb stand danach eine Regenerationswoche auf dem Trainingsplan. Anschließend nutzte ich die Zeit für alternative Trainingsmethoden und war mit Tourenski unterwegs, nach weiteren zwei harten Trainingsblöcken ging es dann letzte Woche hierher in den Oman.

Andere Länder andere Sitten!

Nach 6 Stunden Flugzeit traut man seinen Augen nicht, fremde Länder haben natürlich für uns andere Sitten und Gebräuche. Aber hier scheint es so als wäre man nicht einfach nur in einem anderen Land, sondern in einer anderen Welt angekommen zu sein. Das fängt bei einem für uns Europäer unglaublichen Benzinpreis von 0,4 Euro/Liter an und hört bei 30 Grad im Schatten auf. Was das Straßennetz betrifft so ist der Oman ein Land der Gegensätze, in den Ballungszentren sind die sie perfekt ausgebaut – am Land draußen kann es jedoch schon vorkommen dass man plötzlich vor einem Schotterweg steht oder der Asphalt von einem Sandsturm derart zugeweht wurde das man etwas die Orientierung verliert. Eine Kamelkarawane die dann langsam so vor sich hin schreitet ist dann auch nicht wirklich eine große Hilfe.

Egal, die Trainingstage sind vorüber und morgen ist Start der ersten Etappe…nicht nur aufgrund der Temperaturen geht es also heiß her – Daumen halten!

Liebe Grüße aus dem Oman,

Patrick

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