Lüttich-Bastogne-Lüttich, mein erstes Radsport-Monument!

26.04.2015

Patrick Konrad
Das Motto "nach dem Rennen ist vor dem Rennen" traf nach dem Giro del Trentino völlig zu, noch abends bin ich von Verona nach Brüssel geflogen.

Gestern dann weiter zur Teampräsentation in Lüttich, wo anschließend noch eine lockere Einheit mit den Teamkollegen auf dem Programm stand.

Aber für ein Radrennen wie dieses nimmt man die Reisestrapazen gerne auf sich, Lüttich-Bastogne-Lüttich ist schließlich das älteste überhaupt und zählt zu den fünf Monumenten im Radsport. Mit insgesamt 252 Kilometer und aufgrund der hügeligen Streckenführung durch die Ardennen ist es eines der schwersten und hochkarätigsten Klassiker überhaupt. Alle ProTour-Teams sind hier startberechtigt, ein Zufallssieger absolut ausgeschlossen - alles Fakten die den heutigen Tag nicht einfach machen.

Am Anfang habe ich versucht in eine Gruppe zu gehen, das waren am Anfang unzählige Attacken - ich habe viel Kraft investiert und gehofft mit etwas Glück beim richtigen Ausreißversuch dabei zu sein. Ich fühlte mich richtig stark und ließ mich, obwohl der Sprung in die Guppe nicht gelang, nicht aus der Ruhe bringen. Dann kam nach ca. 150 km ein böser Massensturz wo wir so ziemlich alle involviert waren. Das Rennen konnten wir fortsetzen aber am Anstieg war es schwierig das Tempo hinten mitzugehen wenn ganz vorne die Post abgeht. Somit bin ich praktisch mit der zweiten Gruppe ins Ziel gekommen...

Mein Fazit: Das war heute eines meiner schwierigsten aber auch schönsten Rennen die ich je fahren durfte. Ein unglaubliches Niveau was die Fahrer hier abliefern und mit "nur" 6 Minuten und 20 Sekunden Rückstand kann ich bei meinem ersten Monument-Rennen echt zufrieden sein...

(c) Bora-Argon18
zurück