Österreichische Meisterschaften enden mit Top Ten Platzierung!

28.06.2015

Patrick Konrad
An diesem Wochenende war seit langem wieder einmal "heimische Kost" angesagt, die Österreichischen Meisterschaften sowohl im Einzelzeitfahren als auch Straßenrennen standen auf dem Programm. Hier meine Zusammenfassung über die beiden Wettkämpfe im Burgenland:

Nicht ganz so wie erhofft lief das 25 Kilometer lange Einzelzeitfahren in Sulz bei Güssing. Ein 14. Platz bei Österreichischen Meisterschaften mit 2 Minuten 46 Sekunden Rückstand ist jetzt wirklich nicht das was ich mir vorgestellt habe, das Resultat lässt sich jedoch ganz simple erklären.

Die leichte Verkühlung nach der ZLM Tour war zwar überstanden, dafür hatte ich auf dem kurvenreichen und welligen Terrain ziemliches Pech mit dem Material. Ich erwischte in einer Abfahrt ein Schlagloch und die Sattelstütze rutschte hinein, habe noch versucht sie wieder irgendwie nach oben zu bringen aber meine gute Sitzposition war dahin. So kann man natürlich kein zufriedenstellendes Ergebnis- geschweige denn eine Meisterschaftsmedaille - einfahren. Schade denn gegen den späteren Sieger Preidler, aber auch Zoidl und Co. hätte ich gerne um einen Podestplatz gefightet.

Und heute stand das Straßenrennen auf dem Programm. Auf einem völlig neuen, knapp 50 Kilometer Rundkurs in "Achterform" wurde der Österreichische Straßenmeister ermittelt. Trotz 192 Kilometer wurde gleich zu Beginn heftig attackiert, bereits nach der ersten halben Rennstunde ging die erste Gruppe, der Schnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei etwas über 45 km/h. Das Feld kam nicht zur Ruhe und es gelang 10 weitere Fahrer, inklusive mir, sich ebenfalls abzusetzen. Mit Georg Preidler, Marco Haller und Bernhard Eisel war diese Gruppe äußerst vielversprechend und nach gut zwei Rennstunden konnten wir auf die Führenden aufschließen.

Bis zum Ende der vorletzten Runde spulten wir an der Spitze Kilometer um Kilometer ab, obwohl noch einige Mannschaften, wie zum Beispiel Wels, sogar vier Fahrer vorne hatten, mit meinem Bora-Argon18 Mannschaftskollegen Daniel Schorn war ich aus taktischer Sicht gesehen ebenfalls nicht auf mich alleine gestellt.

Dann plötzlich die entscheidende Rennszene: Krizek und Haller attackierten, am Hinterrad Teamkollege Schorn und Schoibl. Ich war anfangs etwas in Zwiespalt ob ich versuchen sollte mitzuspringen und dabei eventuell Gefahr laufe die anderen Kontrahenten ebenfalls mitzuziehen. Die anderen hatten wahrscheinlich genau den gleichen Gedanken.

Auf alle Fälle wuchse deren Vorsprung stetig an, Marco Haller (Team Katusha) ließ es erst gar nicht auf eine Sprintentscheidung ankommen und gewann vor Matthias Krizek (Felbermayr Wels) und meinem Teamkollegen Daniel Schorn. Ich erreichte den 9. Platz vor dem "entthronten" Staatsmeister Riccardo Zoidl.

In Deutschland schaffte es übrigens ein Bora-Argon18-Fahrer sogar ganz nach oben aufs Podest. Emanuel Buchmann entschied in Bensheim die 208 Kilometer im Zuge der Deutschen Meisterschaften für sich und feiert somit seinen ersten Sieg als Profi.

...herzlichen Glückwunsch!

(c) Bora-Argon18
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