Vom "künstlichen Tief", der zweiten Saisonhälfte und dem Welser Innenstadtkriterium!

27.07.2015

Patrick Konrad
Die Tour de France mit den 21 Kehren hinauf nach Alpe d´Huez am Samstag und gestern die Abschlussetappe in Paris ist Geschichte, doch wie es mir während der Zeit der großen Schleife ergangen ist möchte ich euch hier berichten.

Als nominierter Ersatzfahrer für die Tour de France musste ich meine Form nach den Österreichischen Meisterschaften unbedingt halten und wäre bereit gewesen im Falle des Falles (also ein krankheitsbedingter Ausfall eines Teamkollegen) die drei Wochen in Frankreich zu bestreiten.

Da dies bekanntlich nicht eintraf wurde mein Plan geändert - schließlich war es schwierig in einem mehrwöchigen Training ohne Rennen die Spannung aufrecht zu halten.

Ich erzeugte also eine Art „künstliches Tief“ von mehreren Tagen, machte Pause um dann wieder einen guten Aufbau zu machen. Nach einer Woche in Istrien, die Gegend kenne ich ja von der Istrien Spring Trophy, trainierte ich eine weitere bei mir zu Hause in Niederösterreich.

Anschließend ging es für alle nicht-nominierten Tour de France Fahrer von Team Bora-Argon18 in ein Teamtrainingslager nach Neubeuern/Deutschland, nur unweit des Teamsitzes in Raubling. Mit simulierten Rennen und Einheiten von sechs Stunden war diese Woche sehr effektiv und hätte echt nicht besser sein können.

Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte ist also beendet, jetzt geht es endlich wieder im UCI-Rennkalender weiter. Vorher bestreite ich noch das Welser Innenstadtkriterium, nach dem Motto „Back to the Roots“ komme ich wieder in die Heimatstadt meines ehemaligen Teams. Obwohl solche Kriterien mit Showcharakter zumindest in Österreich immer weniger werden, freue ich mich auf schnelle Runden auf heimischen Boden. Mit Jan Barta ist übrigens eine zweiter Teamkollege in Wels an meiner Seite.

Anschließend geht´s in den Norden zur Dänemark-Rundfahrt vom 4. bis 8. August, wo es ein Wiedersehen mit alte Bekannte gibt, denn die österreichische Abordnung im Team hat sich mit Gregor Mühlberger und Lukas Pöstlberger als Stagiaire-Fahrer ja vergrößert. Und mit Christian Pömer, der als erster österreichische sportliche Leiter in der Geschichte der Tour de France fungierte, gibt es ja bekanntlich einen weiteren rot-weiß-roten Mann im Team.

Die Form stimmt also und mit dem Welser Innenstadtkriterium hoffe ich dass ich so schnell wie möglich auch die Rennhärte zurückbekomme, dann bin ich mehr als bereit für die „Saison 2015 - part 2“!
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