Hart, härter, Mailand-Sanremo!

19.03.2016

Patrick Konrad
Mailand-Sanremo, DER Frühjahrsklassiker schlechthin. Ein unglaublich geschichtsträchtiges Rennen, das erste der fünf Radsportmonumente in dieser Saison...

...lang, hart und mit allen 18 WorldTour-Mannschaften und eben Bora-Argon18 als eines der sieben Pro-Cotinental Mannschaften.

Gestern noch sind wir die finalen 50 Kilometer der insgesamt 291 km abgefahren, trotz der Anstiege mit der entscheidenden Phase hinauf zu Cipressa und Poggio ist mein zweites Antreten bei einem der fünf Radsportmonumente eher etwas für Sprinter.

Ich kann euch sagen, so kaputt wie heute war ich schon lange nicht mehr nach einem Rennen. Dass die Strecke aufgrund eines Erdrutsches etwas abgeändert werden musste und wir nochmals um 4 Kilometer mehr gefahren sind ist natürlich völlig egal. Aber diese Distanz, fast 7 Stunden im Rennsattel und das auf WordTour Niveau - das macht einem echt fertig.

Gut dass wir es mit Jan Barta in die Spitzengruppe des Tages geschafft haben, die sich bis rund 25 Kilometer vor dem Ziel wacker behaupten konnte. Mit den Anstiegen Cipressa und Poggio wurden endgültig die Karten auf den Tisch gelegt und ein Höllentempo gefahren. Das erste Radsportmonument des Jahres hatte dann so gut wie alles was man sich von einem attraktiven Rennen für Zuschauer nur wünschen kann. Am Ende konnte ich im letzten Anstieg einfach nicht mehr mithalten und musste die Gruppe ziehen lassen. Einzig Teamkollege Paul Voss blieb dran und die Entscheidung fiel im Sprint einer Gruppe von rund 30 Fahrer. Trotz eines hektischen Finales samt Sturz bei der 500 m Marke kam er als 23. ins Ziel und erkämpfte somit das beste Ergebnis von Team Bora-Argon18 bei Mailand-Sanremo.

Wie gesagt, jetzt bin ich erstmal völlig erledigt…aber nach 294 Kilometer darf man das auch sein. Mit Tirreno-Adriatico und Mailand-Sanremo war das eine harte, aber auch lehrreiche und gute Woche. Jetzt freu ich mich auf ein paar ruhigere Tage.

(c) Bora-Argon18
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