Back to Corsica - Critérium International

28.03.2016

Patrick Konrad
Wie im letzten Jahr ging es auch heuer wieder für „Criterium International“ auf die Mittelmeerinsel Korsika, das Etappenrennen endete damals für mich mit einem 13. Gesamtrang.

Auch heuer wieder bestanden die zwei Tage aus einer Flachetappe, einem Einzelzeitfahren und einer Bergetappe mit 171,5 Kilometer am Schlusstag. Nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss“ wurde am Sonntag auf dem 14 Kilometer langen Schlussanstieg endgültig um die Gesamtwertung hinauf zum Col de l´Ospedale gekämpft. Zwei Tage, drei Rennen, das so genannte „tryptiche“ ist quasi eine „Mini-Rundfahrt“ und doch eher im Rennkalender ungewöhnlich.

Cool, bei der Auftaktetappe über 90,5 Kilometer sorgte unser Sprinter Sam Bennett für den ersten Erfolg in der Saison 2016. Keine Fluchtgruppe wurde zu weit weggelassen, man hatte das Rennen eigentlich immer unter Kontrolle. Auch im Finish rollte der Sprintzug, Sam beendete das gute Teamwork und rollte mit einem Schnitt von 44 km/h als erster über die Ziellinie. Zeit zur Freude blieb aber nur wenig, schließlich stand am Nachmittag das Zeitfahren auf dem Programm.

Irgendwie witzig, dass der Sieger im letzten und heurigen Jahr exakt auf die Sekunde genau die gleiche Zeit hatte. Ich blieb nur ganz knapp hinter meiner Zeit von 2015 und fuhr auf Platz 21, wobei der Abstand zu Platz 10 nur 6 Sekunden betrug. Aber am letzten schweren Tag wurden sowieso die Karten neu gemischt.

Eines gleich vorweg, es sollte nicht mein Tag werden. Schon nach den ersten Kilometer habe ich gemerkt, das wird heute nichts. Es gibt Momente im Radsport, da könntest du Bäume ausreissen so stark fühl man sich…gestern war´s leider komplett das Gegenteil. Ich konnte nie wirklich Akzente setzen, von Anfang an war das Tempo sehr hoch und das Feld hektisch. Und von Anfang an war ich eher passiv unterwegs. Am Schlussanstieg dann das gleiche und als ich mir selbst eingestehen musste dass das heute nichts wird habe ich dann endgültig das Tempo rausgenommen. Somit blieb ein erneut gutes Ergebnis wie im letzten Jahr verwehrt, der erste Saisonerfolg für das Team ist dennoch mehr als ein Trostpflaster.

Mein erster Rennblock in dieser Saison ist damit beendet, nun geht es nach Hause wo ich drei Wochen lang Zeit habe um mich geziehlt auf die nächste Wettkampfperiode vorzubereiten.

(c) Bora-Argon18/Bettini
zurück