Dauphiné: Ein hartes Stück Arbeit ist geschafft

12.06.2016

Patrick Konrad
Die Besten der Welt am Start. Mir ist es von Tag zu Tag besser gegangen.

Es war eine sehr anstrengende Woche beim Critérium du Dauphiné. Ein Bergzeitfahren als Prolog, sieben Etappen, insgesamt 1153,5 Kilometer, 31 Bergwertungen in den französischen Alpen, darunter der col de la Madeleine als Anstieg der hors catégorie. Für mich war es ein hartes Stück Arbeit, weil ich direkt aus einer Rennpause und vom Höhentraining mit unserem Team Bora – Argon 18 gekommen bin. Die Besten der Welt waren am Start, viel schwieriger geht’s nicht mehr. Für mich auf jeden Fall positiv: Es ist mir von Tag zu Tag besser gegangen. Ich gehe nicht völlig platt aus der Rundfahrt raus. Das ist wichtig für die nächsten Wochen. Es war eine gute Vorbereitung und Vorbelastung auf die Tour die France, falls ich sie fahren sollte.

Heute in der Schlussetappe war es vom Start weg sehr hart. 151 Kilometer, sechs Anstiege und Bergankunft in Superdévoluy. Gleich die ersten 20 Kilometer ging es bergauf. Das Feld war aufgeteilt in mehrere Gruppen. Mir ist es recht gut gegangen. Es entwickelte sich ein Ausscheidungsrennen. Die letzten 50 Kilometer, ab der vorletzten Bergwertung, bin ich in einer kleineren Gruppe gemeinsam mit dem Italiener Fabio Aru, Sieger der Vuelta 2015, ins Ziel gefahren. Wenn du weg von der Spitze bist, fährst du das Rennen in der Gruppe zu Ende, du kämpfst nicht mehr um jeden Rang, der Zeitrückstand spielt keine Rolle mehr.. Meine Gesamtplatzierung beim Critérium du Dauphiné: 59. von 134, die durchgehalten haben. Tour de France Gewinner Christopher Froome wiederholte seinen Sieg vom Vorjahr. Mein Teamkollege Emanuel Buchmann schaffte es auf den großartigen 20. Rang, zu dem ich ihm herzlich gratulieren möchte..

Der Formaufbau für die kommenden Wochen ist gesetzt. Jetzt geht es darum, den Feinschliff für die kommenden wichtigen Aufgaben zu gestalten und so richtig in Schwung zu kommen. Meine kommenden Ziele sind die TdF und das olympische Straßenrennen in Rio.
zurück